Ludwigsstadt
Sie befinden sich hier: Start >> Ortsportrait >> Geschichte >> Steinbach a. d. H. Montag, 11. Dezember 2017, 14:19

Die Geschichte von Steinbach an der Haide

Der Ort wurde im Zuge der Rodung und Besiedlung des Schiefergebirges im 12. oder 13. Jahrhundert von der Probstei Zella (heute Probstzella) aus gegründet. Er gehörte wohl schon sehr früh zur Herrschaft Lauenstein, war aber lange Zeit an das Kloster Saalfeld verpfändet.

Jahrzehntelang galt 1481 als das Jahr der ersten urkundlichen Nennung. Vor kurzer Zeit wurde eine ältere Erwähnung in einem Urkundenbuch des Klosters Paulinzella aufgefunden. 1417 wurde in einer Urkunde der Grafen von Schwarzburg "Sawsteinbach" (Sausteinbach) genannt. Die schreibweise des Ortsnamens (Sawsteinbach) findet man bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts.

Ein in Steinbach gelegener Rittersitz (Gutshof) gehörte anfangs den Herren von Steinbach, danach denen von Dobeneck, bis Christoph von Thüna dieses Gut 1556 an die Herrschaft Lauenstein brachte. Dieser verwandelte den Rittersitz in ein herrschaftliches Vorwerk. 1712 verkaufte es die markgräfliche Kammer in Privathand.

Auch Steinbach an der Haide teilt seit Beginn des 16. Jahrhunderts die Geschicke der Herrschaft und des Amtes Lauenstein.

Interessant ist, daß Steinbach kirchlich nicht zur Kirchenverwaltung der Herrschaft und des Amtes Lauenstein gehörte. Bis zur Einführung der Reformation in Probstzella 1527 war es dieser Pfarrei angegliedert. Nach der Loslösung von Probstzella kam Steinbach als Filialdorf zur neugegründeten Pfarrei Großgeschwenda. Der jeweils neuinstallierte Pfarrer mußte in Steinbach vor den Amtspersonen des Amtes Lauenstein eine Probepredigt halten.

Erst 1829 wurde Steinbach im Königreich Bayern zum selbstständigen Vikariat und 1888 zur Pfarrei erhoben. 1787 hatte Steinbach in 35 Häusern 196 Einwohner. Nämlich "38 Männer, 38 Weiber, 91 Kinder und 29 Knechte und Mägde".

Der Ort war zwar landwirtschaftlich geprägt, bezog aber auch lange Zeit Einkünfte aus industriellem Gewerbe.

Zu Steinbach gehörte der 1765 gegründete Eisenhammer Falkenstein, der nach seiner Einstellung in eine Brauerei und in einen weithin bekannten Gastronomiebetrieb umgewandelt wurde. Daneben bestand im 19. und zu Beginn des 20. Jahrh. eine Ziegelei, eine Schiefertafelfabrik, eine Mahlmühle und ein geringer Schieferbergbau.

In der Neuzeit hat sich der Ortsteil als zweimaliges "Goldenes Dorf" einen Namen gemacht. 1967 und 1975 wurde der Ort Bundessieger im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Beim Landesentscheid des 21. Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" 2002 - 2004 wurde Steinbach an der Haide mit Bronze ausgezeichnet.

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