Besserer Handy-Empfang im Landkreis-Norden

Tettau und Ludwigsstadt erhalten Mittel aus dem Mobilfunkprogramm. Pro Jahr fließen dafür in Bayern 20 Millionen Euro.

München/Frankenwald – Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert hat jetzt Bescheide für Projekte des bayerischen Mobilfunkprogramms überreicht. 25 Kommunen in Bayern können sich darüber freuen, darunter auch Tettau und Ludwigsstadt.

Weigert wertet das Programm als Erfolg: „Nach weniger als einem Jahr haben bereits über 400 Gemeinden ihr Interesse an dem Programm bekundet. 32 haben ihren Förderbescheid schon erhalten und können nun mit dem Bau der Mobilfunkmasten starten.“ Für mehr als 200 Gemeinden ergab die Markterkundung des Programms eine Ausbauzusage eines Mobilfunkbetreibers. Zusätzlich werden 57 Gemeinden eine verbesserte Versorgung erhalten, die Interesse anmeldeten, aber nicht förderberechtigt sind.

Bayern ist das erste Bundesland, das seine Kommunen im ländlichen Raum bei der Mobilfunkversorgung unterstützt. Das Förderprogramm sieht vor, die Kosten für Masten, Fundamente und Leerrohre mit bis zu 80 Prozent zu fördern. Die Mobilfunkbetreiber mieten die Standorte und installieren dort ihre LTE-Sendeanlagen.

Gemeinden, die zum Raum mit besonderem Handlungsbedarf gehören, können sogar bis zu 90 Prozent gefördert werden. Das Programm sieht einen Förderhöchstbetrag von 500 000 Euro je Gemeinde vor und ist auf rund 500 Masten ausgerichtet. Dafür stehen 20 Millionen Euro pro Jahr an Fördermitteln bereit. Das Programm soll zusätzlich um 50 Millionen Euro aufgestockt werden.

Die Initiative umfasst auch den Mobilfunkpakt, in dem die Netzbetreiber zugesagt haben, über die Versorgungsauflagen hinaus weitere 1000 Mobilfunkstandorte eigenwirtschaftlich auszubauen. 2019 wurden laut Betreibern rund 1800 Stationen neu gebaut oder mit LTE aufgerüstet.

Ein wichtiger Bestandteil der Initiative sind auch die neuen Versorgungsauflagen für die Mobilfunkbetreiber. Danach müssen sie 98 Prozent der Haushalte sowie die relevantesten Verkehrswege bis Ende 2022 beziehungsweise 2024 versorgen.

 

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