Fränkischer Tag: Über die Kunst des frühen Abgangs (Jonas Christmann)

Über die Kunst des frühen Abgangs
SKELETON Der Weltcup schien realistisch, vielleicht sogar Olympia. Doch im Sommer entschied Hanna Staub aus Lauenstein, nicht mit ihrem Skeleton-Schlitten in den Eiskanal zurückzukehren. Eine Entscheidung ohne Reue.
Lauenstein/Sonneberg Was für den Otto-Normal-Wintersportfan ein Höhepunkt im nächsten Fotoalbum wäre, ist für sie ein Stück weit Alltag. Skeleton-Profi Hanna Staub aus Lauenstein (Lkr. Kronach) trifft in den Athletik- und Krafträumen der Bundespolizei in Bad Endorf am Chiemsee öfters mal einen ehemaligen Skisprung-Weltmeister wie Markus Eisenbichler oder eine Biathlon-Legende wie Arnd Peiffer.
Was bei der Premiere, erzählt sie, „ganz cool“ sei, ist dann beim zweiten oder dritten Treffen ein „Ach hey, du auch da“.
Immerwährender Konjunktiv
Mit dem Letzteren der beiden Wintersport-Stars hat Staub mehr gemeinsam als mit Eisenbichler, der aktuell im Weltcup der guten Form alter Tage hinterherspringt.
Wie Pfeiffer beendete Staub ihre Karriere.
Aber nicht mit 34 Jahren, nicht nach 13 Wintern und 20 Medaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften. Nicht auf dem Zenit – Staub hörte im August auf, mit 23 Jahren und einer Perspektive auf den Traum, dem alle Wintersportler nachjagen: einmal Olympische Winterspiele. Ob sie bei Olympia 2026 im norditalienischen Cortina ihre sportprofessionelle Maxime erreicht hätte, bleibt ein immerwährender Konjunktiv.
Skeleton war nie der Plan
Den gesamten Bericht finden Sie kostenpflichtig im E-Paper des Fränkischen Tages webreader.fraenkischertag.de/titles/kronach/5705, Ausgabe Donnerstag, 2. Januar 2025, Kronach, Seite 22.