Freude über sanierte Hermann-Söllner-Halle (Heike Schülein)
Freude über sanierte Hermann-Söllner-Halle (Heike Schülein)
Die Sanierung und Erweiterung der Hermann-Söllner-Halle in Ludwigsstadt befindet sich in den letzten Zügen. Am 20. September kann hier die 5. work@ludscht über die Bühne gehen.
Ludwigsstadt- Voller Vorfreude und Dankbarkeit sieht man in Ludwigsstadt der Fertigstellung der umfangreichen Baumaßnahmen in der Hermann-Söllner-Halle entgegen. Ihren Start hatten diese im Juli 2024 gefunden. Eine Projektgruppe hatte zuvor gemeinsam mit dem Architekturbüro Müller die Planung erarbeitet. Hauptziel war - neben der brandschutztechnischen Ertüchtigung und der Barrierefreiheit - der Anbau von zeitgemäßen Umkleiden und Sanitärräumen wie auch eine insgesamt optische Aufwertung.
„Mit der umfassenden Sanierung und Erweiterung möchten wir unseren Vereinen vernünftige Bedingungen bieten“, bekundete Ludwigsstadts Erster Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD), der sich kürzlich bei einem Ortstermin gemeinsam mit Bauhofleiter Claus Lindig einen Eindruck von der sich aktuell auf der Zielgeraden befindlichen Großbaumaßnahme mit einem Invest von circa 2,7 Millionen Euro verschaffte. Für das ehrgeizige, einer Generalsanierung nahekommende Projekt wurden dankenswerterweise im Rahmen des „Investitionspaktes zur Förderung von Sportstätten“ Finanzmittel von Bund und Land in Höhe von 1,7 Mio. Euro bereitgestellt, sodass für die Stadt ein Eigenanteil von rund 1 Mio. Euro verbleibt.
„Großen Wert wurde bei den Maßnahmen auf Barrierefreiheit gelegt“, erklärte der Bürgermeister. In diesem Zuge wurde der Eingangsbereich komplett verändert und die bestehende Tür zurückgesetzt. Eine Rampe sorgt für einen barrierefreien Zugang zur Halle und zur Gaststätte. Auf der rechten Seite im Eingangsbereich wurde eine zusätzliche barrierefreie Toilette errichtet, da sich die Toiletten im nur über eine Treppe erreichbaren Untergeschoss befinden. Die Garderobe schließt sich im hinteren Teil an das barrierefreie WC an.
„Auch im energetischen Bereich konnte eine wesentliche Verbesserung erreicht werden“, würdigte der Bauhofleiter. Die Hallendecke mit Einbau einer Deckenstrahlheizung wurde erneuert - Eine große Verbesserung im Vergleich zu der vorher vorhandenen Umluftheizung, die - so Claus Lindig - ja grundsätzlich sehr viel Energie verbraucht. Hierfür war die komplette Decke abgenommen und die neue Decke angebracht worden. Energetisches Kernthema war die Umrüstung der Heizung von Erdgas auf nunmehr erneuerbare Energien in Form von Pellets, wofür die gesamte Heizungsanlage erneuert beziehungsweise ausgetauscht wurde.
Mit rund einem Drittel der Gesamtkosten schlug die brandschutztechnische Ertüchtigung der Halle zu Buche. In diesem Zusammenhang wurde dabei auch die Tür zur Gaststätte ausgetauscht. Ein weiterer großer Posten war der neue Anbau weiterer Umkleiden, die sich bislang im Untergeschoss befanden und nun nach oben geholt wurden. Die bestehenden, über eine sehr niedrige Deckenhöhe verfügenden Umkleiden werden als Ausweichmöglichkeit bei Doppelnutzung der Halle erhalten.
Hinzu kam eine optische Aufwertung der Halle, wofür zum Beispiel die Wände gestrichen wurden und ein neuer Zugang zur Bühne geschaffen wurde. Auch die Gastronomie erfuhr eine deutliche Aufwertung, indem unter anderem ein neuer Bodenbelag aufgebracht wurde. Zudem wurden alle Elektro- und Sanitärinstallationen auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
Der große Dank des Bürgermeisters gilt allen, die sich in die Planung und Gestaltung der Maßnahmen mit einbrachten und auch die Räumlichkeiten mit Leben erfüllen - an vorderster Stelle der TSV als Hauptnutzer. Weiter dankte er den Planungsbüros sowie den ebenfalls durchwegs heimischen bauausführenden Firmen als auch den Mitgliedern des Bauausschusses beziehungsweise Stadtrats für das Einbringen der entsprechenden Mittel. Seitens der Verwaltung begleiten Claus Lindig und Jochen Solbrig die Baumaßnahmen sowie Geschäftsleiter Frank Ziener, der in der Stadt die Gesamtverantwortung für die Organisierung der Fördermittel innehat.
Mit Fördermitteln aus der Städtebauförderung soll auch die Außenanlage der Halle beziehungsweise das bislang gestaltungstechnisch nicht optimale Umfeld hin zum Sportplatz verbessert werden. Hierfür werden vor allem auch die Parkflächen neu beplant und angeordnet.
Die „Feuertaufe“ der Hermann-Söllner-Halle steht indes kurz bevor; findet doch in den sanierten Räumlichkeiten im Loquitzweg 1 - als erste offizielle Veranstaltung der Stadt Ludwigsstadt - am 20. September im Zeitraum 10 Uhr bis 14 Uhr die 5. Ausbildungsmesse work@ludscht statt. Über 20 Firmen aus der Region stellen sich vor und präsentieren die beruflichen Möglichkeiten in Ludwigsstadt und Umgebung. Organisiert wird die Messe von der Stadt Ludwigsstadt, die viel dafür tut, um den Arbeits- und Wohnstandort Ludwigsstadt zu unterstützen. Hierzu ergeht an alle Interessierten herzliche Einladung! Und am darauffolgenden Wochenende findet dort die Kirchweih Ludwigsstadt statt.



