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Ludwigsstadt macht das Abwasser digital (Heike Schülein)

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In einem Raum befinden sich drei Männer. Einer sitzt an einem Schreibtisch mit zwei Monitoren, Tastatur und Telefonen. Die beiden anderen Männer stehen im Hintergrund vor einem Schaltschrank, der in eine holzverkleidete Wand eingelassen ist. Alle schauen in die Kamera.
©Heike Schülein Geschäftsführer Peter Hornfischer, Klärwärter Stefan Grüdl und Bürgermeister Timo Ehrhardt freuen sich über die erfolgreiche Digitalisierung und Modernisierung des kompletten Abwassersystems der Stadt Ludwigsstadt Foto: Heike Schülein

Ludwigsstadt macht das Abwasser digital (Heike Schülein)

Die Stadt hat das gesamte System modernisiert. Künftig sollen so auch bei einem Stromausfall alle Anlagen stabil weiterlaufen.

Ludwigsstadt. Die Stadt Ludwigsstadt hat ihr komplettes Abwassersystem erfolgreich digitalisiert und modernisiert. Das Projekt „Abwasser digital“, umgesetzt durch die Oneneo GmbH, umfasst die Kläranlagen Ludwigsstadt und Lauenstein, das Regenrückhaltebecken Ebersdorf sowie sämtliche Pumpwerke im Stadtgebiet. Mit der neuen Technik arbeitet das Netz heute sicherer, effizienter und deutlich ressourcenschonender.

Zu Beginn des Projekts zeigte sich ein klarer Modernisierungsbedarf: Überalterte Steuerungen, fehlende Notstromversorgung, keine Fernüberwachung und ein hoher manueller Aufwand prägten den Alltag der Betriebsteams. „Wir haben eine stark in die Jahre gekommene Infrastruktur, die nur durch viel persönliches Engagement der Mitarbeitenden zuverlässig lief“, erklärt Timo Ehrhardt, Erster Bürgermeister der Stadt Ludwigstadt. „Unser Ziel war ein System, das Ausfälle früh erkennt und das Personal entlastet.“ Oneneo entwickelte dafür ein integriertes Digitalisierungskonzept. Moderne  SPS Steuerungen, digitale Messwerterfassung, sichere VPN Verbindungen und die zentrale Cloud sorgen nun für eine durchgängige  Überwachung aller Anlagen. Sämtliche Betriebs und Störmeldungen werden in Echtzeit erfasst, visualisiert und archiviert. Auch die automatisierte Belüftungs- und Pumpenregelung wurde eingeführt; selbst komplexe Prozessketten laufen heute weitgehend selbstständig.

Ein zentrales Element der Modernisierung ist die neue Energie- und Ausfallsicherheitsstrategie: Mit einem installierten 120 kWh Batteriespeicher und einem zusätzlichen Notstromaggregat können die wichtigsten Prozesse auch bei längerem Stromausfall stabil weiterlaufen. Der Batteriespeicher deckt kurzfristige Lastspitzen und stellt einen nahtlosen Übergang sicher, während das Notstromaggregat eine langfristige Versorgung gewährleistet. „Damit verfügen wir erstmals über eine redundante, robuste Notstromlösung, die den Betrieb der Anlagen nachhaltig absichert“, betont Klärwärter Stefan Grüdl. Auch das Regenrückhaltebecken Ebersdorf wurde vollständig digitalisiert, sodass Mengen und Betriebszeiten für gesetzliche Nachweise automatisch berechnet werden können. Parallel wurde die Videoüberwachung erweitert, und Notstrom sowie Kommunikationssysteme wurden so ausgebaut, dass Alarmierungen auch bei Stromausfällen zuverlässig funktionieren. „Wir sind stolz darauf, dass wir Ludwigsstadt bei diesem Zukunftsschritt begleiten durften“, betont Peter Hornfischer, Geschäftsführung der Oneneo GmbH. „Digitale Abwassertechnik ist ein entscheidender Beitrag zu Effizienz, Sicherheit und Umweltqualität – und Ludwigsstadt gehört jetzt zu den Kommunen, die diesen Weg konsequent gehen.“

Mit Abschluss des Projekts verfügt die Stadt über eine moderne, vernetzte Abwasserinfrastruktur, die bereits heute einen stabilen Betrieb gewährleistet und gleichzeitig die Grundlage für weitere Optimierungen in den kommenden Jahren schafft.

 

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