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Närrisches Comeback in Ludscht (Heike Schülein)

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Närrisches Comeback in Ludscht (Heike Schülein)

BÜTTENABENDE Nach zweijähriger Pause meldeten sich die Ludschter Fousanochter eindrucksvoll zurück. Von einer Galionsfigur musste Abschied genommen werden.

Ludwigsstadt Nach der Zwangspause im Vorjahr liefen die Ludschter Fousanochter (LuFos) bei ihren drei Büttenabenden in der sanierten Hermann-Söllner-Halle zur Topform auf.

„Aus nah und fern werden die Massen nach Ludscht strömen“, war sich „Bruder Barnabas“ (Marc Bayerlein) angesichts der sich im Bau befindlichen Badewelt sicher. Sie werde Besucher aus dem deutschsprachigen Ausland anziehen, und auch aus dem ausländisch sprechenden Deutschland – sprich aus Sachsen, Windheim, Kronich und Aberschdorf.
Bei seinen Seitenhieben erteilte der von vielen gefürchtete Mönch den Kreisstädtern „Nachhilfe-Unterricht“, nachdem diese fürs Crana Mare zwei Förderprogramme für kommunale Schwimmbäder verpasst hätten. „Wenn Ihr nicht zu Potte kommt, dann schicken wir unseren ,Turbo-Timo‘ nuch amol nach München oder gleich nach Berlin. Dann greift er wieder ein paar Millionen ab und wir errichten direkt neben unserem neuen Schwimmbad die Loquitz-Therme mit der längsten Wasserrutsche Europas, beginnend vom Dorfgemeinschaftshaus in Lauenhain runter, rüber über die B 85 und direkt in die Therme“, gab er den „Kroniche Schloufern“ mit auf den Weg. Abschied von Marc Bayerlein Ein paar gut gemeinte Ratschläge hatte er für den örtlichen Stadtrat, von dem er sich mehr Reibung wünschte: „Ich will keine Beifall klatschenden Duracell-Häschen; ich will Kampfkarnickel!“ Das war Marc Bayerleins letzte Büttenrede, weil er sich „aufs Altenteil“ zurückziehen möchte. Man wird ihn vermissen.

„Die spinnen, die Ludschter“, erklärte Jan Welsch nach seinem– von „Asterix und Obelix“ inspirierten – verbalen Rundumschlag. Steilvorlagen boten ihm die Stadtteile Orlamündix (Lauenstein, angelehnt an die Burg), Empfangnix (Handy-Empfang in Steinbach an der Haide), Windix (Windrad) und Taugnix (Taugnitz-Bach in Ebersdorf). Spannend werde die Bürgermeisterwahl, da die CSU nach 24 Jahren erstmals einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt – Max Heyder, den Paten von Büttenredner Bruno Treuner, der bewies, dass man sich um den Fortbestand des geschliffenen Wortes keine Sorgen machen müsse.
Der 16-Jährige ist schon ein „alter Hase“. In diesem Jahr berichtete er von seiner urlaubsreifen Mutter. Eine Kreuzfahrt auf der Aida sollte es werden, einem Schiff mit Platz für über 3000 Leute – und somit für ganz Ludscht. Er resümierte jedoch: „Willst du von der Welt was sehen, musst du halt in Urlaub gehen. Und warst Du mal a Zeit lang fort, weißt du wieder, wie schön ist doch dein Heimatort!“

Was in diesem Heimatort alles passiert, zeigten die Gruppen „Herzblatt“ und „Namenlos“. Die „Herzblatt“-Damen ließen sich beim Friseur schon mal zu einem schicken „Bürchemaste Timo-Grau“ aufhübschen für die Wahlparty im März, während die „Namenlosen“ den neuen – im ehemaligen Schuhgeschäft Pfeiffer errichteten – OP-Fachmarkt besuchten.
In der schrägen Nummer gab es schonmal Organe im Sonderangebot und für ausgefallene OPs (mangels Personal) eine Gutschrift. Eine Fau in den Wehen könne dort ein „Selbstentbindungs-Set“ kaufen. Für einen Fachmann bucht man den „Raushol-Service“. Dann heißt es: „Bitte ein Mitarbeiter von der Entbindungsstation zum Infostand“.

Ein Kracher war die eigenwillige Interpretation des Märchens „Hänsel und Gretel“ von Katrin & Ines mit einer in die Jahre gekommen Hexe mit XXL-Oberweite und einem Hänsel, der sich in Liebesdingen nicht binden will.

Für ausgelassene Stimmung sorgten die Tanzauftritte. Die Bühne warm tanzten die Gardistinnen. Tosenden Applaus gab es für die „Kids“, die sich durch ein Michael Jackson-Medley rockten sowie den mit akrobatischen Elementen gespickten Samba-Auftritt der „Generation X“ mit glitzernden Kostümen und brasilianischem Lebensgefühl.

Ein Stimmungs-Touchdown gelang dem vom Football-Fieber erfassten Männerballett, inklusive heißer Half-Time-Show von Shakira und JLo. Durch den 25. Büttenabend führten mit gekonnten Überleitungen, allerhand Gewaaf und gegenseitigen Neckereien Paul Peiffer sowie „Pfundskerl“ Andy Wohlfahrt. Gemeinsam mit Tobias Imsel von „Rennsteig-Duo“ unternahm Paul auch eine musikalische Ortsdurchfahrt durch Ludscht.

Zum Finale entführten die LuFos in eine bunte Schlagerwelt mit bekannten Hits.Der Saal tanzte, feierte und klatschte – auch beim gemeinsamen LuFo-Lied. Danach spielte das „Rennsteig-Duo“ auf, von denen leider ebenfalls Abschiednehmen angesagt war.

Ein Mann in einem braunen Mönchskostüm mit Brille steht vor einem roten Vorhang an einem Rednerpult. Auf dem Rednerpult ist ein gemalter Kasper zu sehen.
©Heike Schülein Zum letzten Mal stand Marc Bayerlein als „Bruder Barnabas“ auf der Bühne.
Ein langer Tisch mit Tischdecke, darauf steht Zum wilden Scheitel. Drei Frauen sitzen an dem Tisch, haben Lockenwickler oder Alufolien in den Haaren und Frisierumhänge um. Dahinter stehen zwei Männer mit Perücken und Frisörinnenkitteln.
©Heike Schülein Die Gruppe „Herzblatt“ ließ sich für die Bürgermeisterwahlen stylen.
10 Männer in verschiedenen Kostümen auf einer Bühne. Davon tragen 5 lange, blonde Perücken und rote Kleider. Weitere fünf Männer tragen Football-Outfits in blau-weiß. Drei der Männer stehen auf den Oberschenkeln der Anderen und strecken ihre Arme in die Höhe.
©Heike Schülein Ein Stimmungs-Touchdown gelang dem Ludschter Männerballett.
Auf einer Bühne sind mehrere Personen. Eine in Alltagskleidung einer alten Frau mit Stock und Perücke. Sie spricht mit einem Mann, der wie eine Krankenschwester angezogen ist. Danenben liegt ein scheinbar schwangere Frau, die ihre Beine an einen Tisch angelegt hat. Ein junger Mann kniet neben ihr.
©Heike Schülein Die „Namenlosen“ besuchten den neuen Ludschter OP-Fachmarkt.
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