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Neue Impulse für das "Untere Dorf" - erfolgreiche Revitalisierung des Ortsteils

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Eine Gruppe von Männern und einer Frau stehen draußen. Sie alle schauen in die Kamera. Vor ihnen steht eine weiße Tafel mit Text und Bildern auf zwei Holzpfosten.
©Stadt Ludwigsstadt Gemeinsam präsentieren Bürgermeister Timo Ehrhardt (zweiter von rechts), Bundestagsmitglied Dr. Jonas Geissler (fünfter von links), der stellvertretende Landrat Hans Pietz (vierter von rechts) und Stadträte aus Ludwigsstadt die neue Übersichtstafel zur Sanierung von Lauenstein. (©Stadt Ludwigsstadt)

Stadtsanierung Lauenstein: Neue Impulse für das "Untere Dorf" - erfolgreiche Revitalisierung des Ortsteils

Lauenstein – Mit der erfolgreichen Umsetzung der vertiefenden städtebaulichen Rahmenplanung für das "Untere Dorf" in Lauenstein, setzt die Stadt Ludwigsstadt ein starkes Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung und die Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen. 

Das rund 5.000 Quadratmeter große Areal der ehemaligen Brauerei „Burgbräu“ in markanter Lage am steil aufsteigenden Ortseingang von Lauenstein war Anlass für die strategischen Überlegungen. Das Projekt wurde bereits 2014 von der Regierung von Oberfranken in das Bayerische Sonderprogramm der Städtebauförderung aufgenommen. Nachdem die Brauereinutzung bereits in den 1980er Jahren aufgegeben wurde, war die Bausubstanz weitgehend baufällig und nicht mehr sanierungswürdig. Ziel des Projekts war daher vor allem der Rückbau nicht erhaltenswerter Gebäudeteile sowie die Renaturierung der freigelegten Hangflächen.

Im Juli 2016 wurde das renommierte Planungsbüro Rudolph Langner Station C23 aus Leipzig mit der Erarbeitung einer vertiefenden Rahmenplanung beauftragt. Von September 2016 bis März 2017 entwickelte das Büro konkrete Lösungsansätze für eine qualitätsvolle Neuordnung des Burbräu-Areals und angrenzender Bereiche – insgesamt ein Betrachtungsgebiet von etwa 10.000 Quadratmetern.

Die Planungen umfassten Studien zu Rück- und Teilrückbaumaßnahmen, architektonische und freiraumplanerische Gestaltungsvorschläge sowie die Entwicklung eines übergeordneten Leitbilds für das Areal. Besonderes Augenmerk lag darauf, ortstypische Materialien, die vorteilhafte Hanglage und bestehende Erschließungssysteme in die Planung zu integrieren. Auch angrenzende leerstehende Objekte wurden in die Überlegungen einbezogen.

Die gesamte Planung erfolgte in enger Abstimmung mit der Regierung von Oberfranken. Eigentümer, Nutzer, lokale Akteure sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger wurden durch Informationsveranstaltungen und Workshops aktiv in den Prozess eingebunden.

Das Ergebnis ist eine Reihe von Maßnahmenpaketen, denen je nach Priorität kurz-, mittel- und langfristige Umsetzungen zugeordnet wurden. Diese vertiefende Rahmenplanung konnte inzwischen in nahezu allen Bausteinen realisiert werden. 

Unansehnliche Gebäude sind verschwunden und wurden bzw. werden durch Neubauten junger Lauensteiner ersetzt. Durch die Parkscheune konnten zentral die erforderlichen Stellplätze bereitgestellt werden. Die Neuinwertsetzung der in kommunaler Hand befindlichen Gebäude am Anger ergänzt den Rahmenplan um einen weiteren Baustein. An der B85 Ortsdurchfahrt werden Durchfahrende nun nicht mehr mit einer Ruine, sondern mit einem plakativen "Lauenstein"-Schriftzug auf einer Schiefermauer auf den interessanten Ort hingewiesen. 

Die Ergebnisse sind anschaulich auf neun Infotafeln im Bereich „Unteres Dorf“ Lauenstein dokumentiert – jeweils direkt an den Standorten der umgesetzten Maßnahmen. Eine Übersichtstafel befindet sich an der Buswendeschleife. Die Präsentation dieser Übersichtstafeln erfolgte gemeinsam mit Dr. Jonas Geissler (Mitglied des Bundestages), den Ludwigsstädter Stadträten sowie Bürgermeister Timo Ehrhardt, der alle Interessierten zu einem Rundgang einlud, um sich vor Ort ein Bild vom Wandel zu machen.

Die Entwicklung ist für Lauenstein von großer Bedeutung: Der neugestaltete Ortsbereich bildet das Tor zur Burg Lauenstein und zum Aussichtsturm "Thüringer Warte" – zwei zentrale touristische Ziele des Ortes – und trägt maßgeblich zur Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des gesamten Stadtteils bei.

 

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