Neue Presse: Blocken, treten, schlagen – aber nur im Notfall

Neue Presse: Blocken, treten, schlagen – aber nur im Notfall
Zahlreiche Kinder und Jugendliche machten bei einem siebenwöchigen Selbstverteidigungskurs in Ludwigsstadt mit. Dabei ging es nicht nur um sportliche Aspekte.
LUDWIGSSTADT. Großes Interesse fand jüngst der vom Karate-Bundestrainer der World Karate and Kickboxing Union, Harun V. Elkol, durchgeführte Selbstverteidigungskurs in Ludwigsstadt. Während der sieben Wochen ging es vor allem um Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Kinder und Jugendliche ab neun Jahren wurden unter anderem die Themen Ausweichen, Blocken, sich aus Griffen befreien, Fallen, Schlagen, Treten, Hebel, aber auch das Verhalten im Notfall und die richtige Körperhaltung nahe gebracht. Genau wie im Karate oder anderen Kampfkünsten wurden den Kindern und Jugendlichen essenzielle Verhaltensweisen und Techniken zum Selbstschutz beigebracht.
Erst einmal: Cool bleiben!
Dabei lautete das Motto: niemals selbst eine Auseinandersetzung beginnen, aber sich im Notfall wehren können und auch nicht wegsehen, wenn Unrecht geschieht. Dann solle man helfen oder Hilfe holen, sich dabei aber nicht selbst in Gefahr bringen, hieß es bei dem Kurs. Nur zur Selbstverteidigung und nur im Notfall könne man die im Kurs vermittelten Techniken anwenden, betonte Elkol immer wieder. Wichtig seien Respekt, Anstand, Toleranz und Höflichkeit. Und: Erst einmal solle man cool bleiben, hob der Kursleiter hervor. Natürlich ersetze ein solcher Lehrgang nicht das stete Üben einer Technik, sagte er. Doch er wolle den Teilnehmern eine gewisse Selbstsicherheit geben und ihnen menschliche Werte vermitteln.