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Neue Presse: Ein Ensemble, das überzeugt (Heike Schülein)

  • Lauenstein
Das Feuerwehrgebäude in Lauenstein und ein weiteres Wohnhaus. Die Aspaltbereiche davor sind aufgegraben. Personen schauen sich diese Baustelle an.
©Heike Schülein Beim Feuerwehrhaus (links) und dem ehemaligen alten Rathaus (rechts) müssen jetzt nur noch die Außenanlagen gemacht werden. Allerdings wird dies wohl erst 2025 der Fall sein. Foto: Heike Schülein

Neue Presse: Ein Ensemble, das überzeugt (Heike Schülein)

LAUENSTEIN/LUDWIGSSTADT. In Lauenstein hat sich das Ortsbild dank verschiedener Städtebaufördermaßnahmen wesentlich verändert. Gebäudeleerstände wurden zugunsten von Neubebauungen abgerissen. Mithilfe von Zuschüssen aus der Förderoffensive Nordostbayern wurden auch die städtischen Gebäude am Anger in Lauenstein aufgewertet.

Das zuletzt als Kindergarten genutzte, ehemalige Schulgebäude wird zum Kultur- und Vereinshaus umgebaut. Hierfür wurde der bisherige Erweiterungsbau mit Wohneinheit abgerissen und durch einen funktionalen Anbau ersetzt. Im Erdgeschoss befindet sich ein verschiedenartig nutzbarer Veranstaltungsraum nebst Sanitäreinrichtungen und Küche. Im Obergeschoss wurde ein gemeinsamer Probenraum für den örtlichen Musik- sowie Gesangverein eingerichtet.

„Die Maßnahme ist sehr gut gelungen“, würdigte diese Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) bei der im Rahmen einer Bau- und Hauptausschuss-Sitzung erfolgenden Baustellenbesichtigung. Die Außenanlagen sollen zumindest im Einfahrtsbereich vor Wintereinbruch fertiggestellt werden, damit das Objekt möglicherweise bereits zum Jahresende genutzt werden kann.
Hinsichtlich des Pflasters habe er einige negative Rückmeldungen der Bevölkerung erhalten. „Dem einen gefällt es, dem anderen nicht“, konstatierte er. Mit einem Schneepflug, räumte er ein, werde man sich in diesem Bereich im Winter sicherlich schwertun. An der Seite wird aus Sicherheitsgründen noch ein Geländer angebracht.
Ein einigermaßen ebener Zugang ist vom Friedhof aus möglich. Das Gebäude kann von außen her barrierefrei betreten werden, da es keine Eingangsstufe mehr gibt. Ein Behinderten- Parkplatz wird ebenso noch entstehen wie ein Zweier-Carport für die Mieter
des angrenzenden ehemaligen Rathauses.

Sehr schön sei auch das an der Außenfassade angebrachte historische Lauensteiner Wappen, das nach Vorgaben von Kreisheimatpfleger Siegfried Scheidig unter anderem auch farbig aufgewertet wurde. Auf das Anbringen einer Beschriftung „Kultur- und Vereinshaus Lauenstein“ auf der Holz- Außenfassade des Anbaus habe man bislang aus Kostengründen – zu rechnen wären hier mit 10 000 Euro bis 12 000 Euro – verzichtet.
Eventuell soll dies noch ergänzt werden. Innen stehen noch verschiedene Restarbeiten zum Beispiel im Bereich Elektrik an. Der gemeinsame Schrank für den Musik- und Gesangverein ist beauftragt. „Nur durch eine großzügige Förderung konnte dieses zukunftsfähige Projekt für Lauenstein ermöglicht werden“, zeigte er sich gegenüber dem Freistaat Bayern und der Regierung von Oberfranken dankbar.

Zum gelungenen historischen Gesamtensemble zählt auch das grundlegend sanierte und für Wohnzwecke optimierte ehemalige Rathaus. Die Wohneinheiten erhielten einen neuen Zuschnitt und wurden durch den Anbau von Balkonen aufgewertet. Im Kellergeschoss des Gebäudes findet sich auch die Pelletheizung, womit auch das Kultur- und Vereinshaus – hier gibt es Deckenstrahlheizungen – geheizt wird.

Die restlichen Außenanlagen werden voraussichtlich erst 2025 angegangen, da die beauftragte Baufirma STW Eliasbrunn zunächst die Maßnahme in Ebersdorf fertigstellen sowie den Vorderplatz der Feuerwehr Lauenstein asphaltieren wird. „Insgesamt ist ein sehr schönes Ensemble für Lauenstein entstanden“, konstatierte er. Für das Kultur- und Vereinshaus gehe man derzeit von Kosten von rund 1,6 Millionen Euro aus. Für den gesamten Bereich am Anger – einschließlich ehemaliges Rathaus sowie Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses um einen Stellplatz für das neue LF 10 – rechnet man aktuell mit Kosten von 3,5 Millionen Euro, jeweils bei hoher Förderung.

 

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