Neue Presse: Eine musikalische Reise nach Bethlehem (Martin Schmidt)

Neue Presse: Eine musikalische Reise nach Bethlehem (Martin Schmidt)
Wo, wenn nicht in der Nikolauskirche, kann man sich bestens auf das Weihnachtsfest einstimmen? Heuer rieselte beim traditionellen Adventssingen draußen dazu sogar noch leise der Schnee und innen verzauberten Gesang- und Musikensembles aus Ebersdorf und Lauenstein die Zuhörer.
LAUENSTEIN. Während draußen dicke Schneeflocken vom Himmel rieseln, leuchten in der Nikolauskirche die Kerzen und verteilen warmes Licht. In den voll besetzten Kirchenbänken und auf den beiden Emporen warten zahlreiche Zuhörer auf den Beginn des diesjährigen Adventssingens mit verschiedenen Gesang- und Musikensembles aus Ebersdorf und Lauenstein: Nachdem Martin Schmidt alle Zuhörende begrüßt hatte, eröffnete unter der Leitung von Michael Welsch der Musikverein Lauenstein den besinnlichen Abend mit dem Potpourri „Winter Wunderland“. Anschließend trugen die Sängerinnen und Sänger der Singgemeinschaft Ebersdorf-Lauenstein (Sigel) kräftig, klangvoll und festlich „Oh Heiland, reiß die Himmel auf“ vor. Ebenso prunkvoll, weihnachtlich, mal ernst und mal heiter, führten die Lauensteiner Musikerinnen und Musiker mit ihren Vorträgen durchs Programm: „Auf dem Berge da wehet der Wind“, „Oh little town of Bethlehem“ und „The most wonderful time of the year“ hallten unter anderem durch das Gotteshaus und begeisterten das Publikum.
Doch es blieb dieses Jahr nicht bei Gesangs- und Liedvorträgen. Sigel-Mitglied Christel Döring führt mit einer modernen Version der Weihnachtsgeschichte zwischen den darauf abgestimmten Liedern durch den Abend. So vereinte sie durch die altbekannte Erzählung Klein und Groß in vorfreudiger Stimmung auf das Weihnachtsfest.
Auch die Flötengruppe unter der Leitung von Frieder Apel überzeugte am Abend mit den Stücken und gliederte sich damit in Dörings Weihnachtserzählung ein. So erzählten sie musikalisch „Die Weihnachtsgeschichte“, von den Hirten, die zum Jesuskind eilen mit „Kommet ihr Hirten“, „Auf auf ihr Hirten“ und „O laufet ihr Hirten“. Außerdem spielten sie „In stiller heiliger Nacht“ und ein „Menuett“.
Ein etwas anderes Weihnachtslied? Auch das bot die Singgemeinschaft den Besucherinnen und Besuchern und griff dazu auf das flotte Stück „Engel s(w)ingen leise“ zurück. Der Titel beschreibt zwar den Inhalt des Werkes, doch jubilieren die Engel durch die Interpretation der Sangesfreude doch eher laut und mit großer Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Auf die Melodie der berühmten bolivianischen Volksweise „El Condor pasa“ gaben sie außerdem „Es war in einer Nacht in Bethlehem“ zum Besten und beeindrucken durch Passagen, in denen Bass und Tenor von einem hellen „Halleluja“-Gesang von Sopran und Alt begleitet werden.
Und was wäre ein solcher musikalischer Familienabend ohne Kindergesang? Einfach nicht vollständig – deshalb übte Chorleiter Stephan Schmidt mit allen interessierten jungen Musikfreunden wieder zwei Lieder ein: Zuerst unterstützen die Kleinen die Großen beim Stück „Wasma Ajelile“. Doch dann hieß es Bühne frei für den Kinderchor ganz allein: Freudestrahlend und klatschend sangen sie sich mit „Stern über Bethlehem“ in die Herzen des Publikums.
Zum Ende hin verabschiedet sich Singgemeinschaft mit dem bekannten Chorstück „Lobt den Herrn der Welt“, instrumental begleitet durch den Lauensteiner Musikverein, vom Publikum. Anschließend bewiesen noch einmal die Mitglieder des Musikvereins mit dem abwechslungsreichen Medley „Stille Nacht, heilige Nacht“, dass sie ganz unterschiedliche Weihnachtslieder aus unterschiedlichen Jahrhunderten und unterschiedlichen Ländern gekonnt miteinander verweben können. Von „Es ist ein Ros’ entsprungen“ bis hin zu „Oh du fröhliche“ war alles geboten und für jeden Geschmack etwas dabei. Alle stimmen zum Schluss in das beliebte Weihnachtslied mit ein.